Taufstein, Taufschüssel, Osterschale

Taufstein

Der Taufstein der Kirche Felsberg ist ein besonderes Zeugnis der langen kirchlichen Geschichte des Dorfes. Sein genaues Entstehungsdatum ist nicht bekannt. Überliefert ist jedoch, dass er bis 1951 im Schiff der Kirche stand und dort auf einem Holzgestell nahe der Sayserpforte platziert war. Beim Umbau von 1951 wurde er in den Chor verlegt und mit einem Sockel und einem Deckel aus Anderer Granit versehen. Der massive Stein wurde entsprechend nicht mehr für Taufen genutzt, sondern diente als Abendmahlstisch.

Im Rahmen des umfassenden Umbau- und Erneuerungsprojekts 2022/2023 erhielt der Taufstein wieder einen sichtbaren und symbolisch starken Ort. Er wurde vor die Kirche, unter das neue Vordach, versetzt. Damit steht er nun bewusst am Übergang zwischen Aussen- und Innenraum – als Zeichen für den Beginn des Lebenswegs im Glauben. Der Taufstein wurde zum lebendigen Taufbrunnen umgestaltet und in das Kunstprojekt «Sedimentaziun» von Mirko Baselgia einbezogen. Der Taufstein kann so, wenn die Umstände es erlauben, wieder für Taufen genutzt werden und an die ursprüngliche Bedeutung dieses kirchlichen Zeichens erinnern.

Taufschüssel

Ergänzt wird der Taufstein durch eine historische Taufschüssel aus Messig. Erwin Poeschel, der bekannte Kunsthistoriker datiert diese «Nürnberger Schüssel» ins Jahr 1510. Eingestanzt ist das Jahr 1824 mit der Ortsbezeichnung «Felsperg». Vermutlich kam die Schale damals mit einem Abendmahlsteller aus Zinn in den Besitz der Gemeinde. Am Boden ist in geschlagener Arbeit eine wunderschöne Rosette und die wiederholte Inschrift: «GOT GEB UNS DEN FRIED AMEN.» Die historische Taufschüssel kommt vor allem bei Taufen in der Kirche zum Einsatz.

Osterschale

Ergänzt wird der Taufstein durch eine historische Osterschale bzw. Taufschale aus Messing. Sie trägt die eingravierte Jahreszahl 1824, stammt in ihrer Formensprache jedoch vermutlich aus der Zeit um 1510. Die Schale gehört seit langem zur Ausstattung der Kirche Felsberg und ist ein wertvolles liturgisches Objekt.

Die Osterschale wird weiterhin aktiv genutzt – insbesondere bei Taufen im Kircheninnern oder bei Feiern, bei denen der grosse Taufstein im Aussenbereich nicht verwendet werden kann. Sie verbindet die lange Tradition der Kirche mit der heutigen Praxis und macht sichtbar, wie alte Zeichen und Gegenstände auch in der Gegenwart ihren Platz behalten.